Mission Kunde
Nie hat wer behauptet, Selbstständigkeit sei einfach. Aber es ist weder Staat noch die Wirtschaftslage, noch die Politik, noch das Finanzamt, was einem das Leben schwer macht. Auch manchmal, aber das sind alles Peanuts gegen den größten Feind des Unternehmers: Dem Kunden! Zumindest könnte man das so manches mal meinen. Bei Rechnungen überlege ich mir mitlerweile, einfach gleich die erste und zweite Mahnung mit auszudrucken, in einem Arbeitsgang. Die Zugangsdaten sollten am besten präventiv täglich per Cronjob versendet werden, denn öffenbar schreien als “wichtige Informationen” gekenntzeichnete Emails geradezu “LÖSCHE MICH! BITTE, LÖSCHE MICH!” und nur wenige wagen zu wiederstehen. Egal, dafür zahlt man ja schließlich auch, und sogar 5 Cent mehr als beim Mitbewerber, dessen Server zwar immer down sind, dessen Supportemailadresse ins Nirvana führt und 20 Seiten Kleingedrucktes hat, macht aber nichts. Vielmehr sind 5 Cent eine Art Freifahrtschein für den Support, der Schwierigkeiten hat, auf die Frage, ob er dem Kunden mit dem Eineurofünfzigpromonat-Angebot denn nicht die Homepage erstellen könnte (aber Mehrkosten dürfen nicht entstehen), die passenden Antwort zu finden.
Aber nein, ich mag sie alle und wirklich, es macht mir Spaß. Dass aber in jedem Supermarkt überteuerter Ramsch völlig kritiklos eingekauft wird, bei jeglicher kreativer und nicht-materialler Arbeit jeder Cent schon der Cent zuviel sein könnte, werde ich wohl nie verstehen. Gäbe es Webdesign in Kastenform zum mitnehmen, es wäre der Renner.














