Gedanken zum zwanzigsten Lebensjahr
DIE NIEDERKUNFT
Ein sechterziges Menuett in einem Akt.
terence (23:18) :
es muss ja nicht immer die rauschende, zügellose party sein nicht jedes jahr
Dominik (23:18) :
nein, diesmal nicht
die zum 12. reichte für ein ganzes leben
terence (23:19) :
oh ja, das zarte kindesalter
Dominik (23:19) :
wir waren so viel mehr als nur kinder
terence (23:19) :
wir hatten es es war soviel und es bedeutete alles
Dominik (23:20) :
wir konnten die zukunft in den augen der anderen sehen
heute sind sie geblendet
terence (23:20) :
was beliebt uns noch?
Dominik (23:20) :
ausgestochen
vereitert
und wer seine noch hat, dessen pupillen haben längst jeden glanze verloren
terence (23:21) :
der glanz ist weg was bleibt sind tränen der jugend die wir einst verloren unschuldig
Dominik (23:22) :
verdampfend in der hitze des lebens
terence (23:23) :
aber heut is auch schön
Dominik (23:23) :
du liebst das marode, du normade der modernen wüste
und mitnichten, der zerfall entbehrt nicht jeder schönheit
terence (23:24) :
das leben wie ich es kannte ist fern
Dominik (23:25) :
kaum mehr ein schimmer am horizont, der uns noch hoffen lässt
terence (23:25) :
und doch, lasset uns nicht vergangenes leben, heut ist die stunde für die vergangenheit
muss man jeden tag arbeiten!
Dominik (23:26) :
es ist das alter, das aus uns spricht!
So sind wir doch die geworden, die wir einst so verachteten
terence (23:26) :
mitnichten ich seh den alten schimmer an jedem tage nicht im spiegel, das wohl
kaum es ist die art zu leben die kleinigkeiten die alles bedeuten
Dominik (23:27) :
verfällst der illusion, wieder und wieder, wie der narr
terence (23:28) :
es ist nichts schlechtes als narr zu gelten, nur wer sich erkennt wird sein
nur narren können glücklich sein
Dominik (23:29) :
und eben jenes sein, es ist nicht mehr jenes der erbärmlichen kreaturen, die
wir gerade noch verlachten
terence (23:30) :
jeder kreatur hat ihren ursprung, sie ist es nicht die wir fürchten das leben
zu bändigen ist unser auftrag eine last, ein fluch, aber leben
Dominik (23:31) :
zu bändigen oder zu knechten, dies mein freund, ist unklar noch
terence (23:31) :
das leben uns und wir das leben, das verhältnis ist entscheidend ins stiller
nacht wo ist das leben?
zeronnen, ewiglich verloren oder doch nur schlafend fern?
Dominik (23:34) :
dem suchenden wird es wirklichkeit werden
terence (23:35) :
das ziel ist noch fern, doch die gedanken sind schon da
Dominik (23:36) :
wahrlich, so soll es sein















Am 23. Februar 2005 um 19:40 Uhr
oh wow!!!
hört sich ja fast so an wie die neue levis werbung (sommernachtstraum) *liebundstundenlangzuhörenkönnte*
Am 24. Februar 2005 um 17:54 Uhr
ihr spinnt :D
Am 5. März 2005 um 21:06 Uhr
Scheiße. Ich vermisse lange ICQ-Sessions, in denen man mehr sagen kann als “jamirgehtsgutkommgradvonderarbeitregnetmalwiedertreffmichheutmitclaudy/charlotte/luisa/kathi/danielmussjetztloschao!” =(