vom Anhimmeln
Wenn Männer Probleme mit Frauen haben, hilft Hitch. Und wenn beide von Dämonen besessen sind, hilft Constantine. Zeit für ein Review. Der Versuch, einer Doppelbesprechung.
Der Beginn:
Irgendwo in Mexico. Die Luft über dem heißen Wüstensand flimmert. Zwei Männer mittleren Alters durchstöbern eine Schutthalde. Einer bricht ein, zaubert eine Hakenkreuzflagge hervor und freut sich über eine Speerspitze. Und fühlt sich auf einmal ganz toll.
Zur selben Zeit in New York erklärt uns ein Muskelbepackter ultracooler Will Smith die Liebe. Als Berater ist er tätig, besitzt eine Visitenkarte auf der nur die Nummern in Buchstaben geschrieben stehen. Und wer die Nummer anruft, dem wird zur Traumfrau verholfen. Und weil das so unheimlich lässig ist trägt er öfters andere Klamotten als der Film Minuten hat.
Worum es dann tatsächlich geht:
Constantine: Um Neo Constantine. Der raucht. Und der bekämpft dem Teufel. Das tut er indirekt, indem er Dämonen vernichtet. Und er raucht dabei.
Hitch: Um bei den frauen erfolglose Männer, die wieder hoffen dürfen, nachdem Hitch sie fit für’s Date gemacht hat.
Und warum?
Constantine: Im Versuch eines modernen Ablasshandelgeschäfts mit Gott zieht Neo Constantine durch die Erde und erledigt mit Maschinengewehr und Rosenkranz des Teufels Armee. Und raucht dabei.
Hitch: Der unglaublich gutaussehende, durchtrainierte Hitch war früher nämlich auch mal erfolglos bei den Frauen und.. bla bla.
Coolster Charakter:
Constantine: Abgesehen vom Held selbst, der Mexikaner vom Anfang. Man, ist der sauer.
Hitch: Der Chefredakteur der Boulevardzeitschrift, der seiner Mitarbeiterin sinngemäß mitteilt: “Ja, du hast die Fotosensation des Jahres, DIE Personalitymeldung überhaupt, ja, du hast sie exklusiv und bereits fertig. Aber da es um Bekannte deines Freundes geht, überleg dir einfach mal irgendwann im Laufe des Tages, ob wir sie vielleicht nicht aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Prominenten doch nicht veröffentlichen.
Coolste Szene:
Constantine: Neo der Held fährt für 3 Sekunden in den Himmel auf und verabschiedet den Teufel gebührend. Und raucht dabei nicht.
Hitch: “…das schwarze Schaf der Familie? Jack der Schlachter… Ich dachte, dies sei ein Beruf?”
Wem der Film gefallen wird
Constantine: Dem Vatikan und George Bush, schließlich herrscht hier noch Zucht und Ordung. Die Guten in den Himmel, einer amerikanischen Großstadt in den Wolken. Die anderen in die Hölle, einer urbanen Ruinenanlage, in der ewig der Feuersturm herrscht und Gollums dich zerfleischen.
Hitch: Allen weiblichen Wesen zwischen 13 und 25. Und hoffnungslos depremierten Männern.
Was wir daraus lernen:
Constantine: Sofern man eine Silberkugel in Reserve hat, darf man den Teufel auch mit “Lou” ansprechen. Und dabei rauchen.
Hitch: Wer das Geld für JetSkis auf dem Houdsonriver hat, zu dem kommen im echten Leben die Frauen von allein. Aber psst, nicht verraten: es gibt ein Happy End!
Wie sich unser Leben verändert hat:
Falls wir rauchen, werden wir nun aufhören. Falls nicht, anfangen. Falls wir eine Beziehung haben, sie aufgeben. Falls nicht, eine beginnen. Man muss das Gesehene erst verarbeiten.
Bereits im Kino:
- Constantine
- Hitch















Am 17. März 2005 um 08:40 Uhr
vom Anhimmeln! SoSo!
Irgendwie passend!
Am 31. März 2005 um 23:47 Uhr
Scheißfilm, Constantine. Ich fand ihn echt bekloppt, da hat auch das englische Original nicht geholfen. Das lustigste waren noch die spanischen Untertitel und die Tatsache, dass ich mit einer Mexikanerin drin war und wir so gleich in der Anfangsszene beide was aus unserem Land hatten. Wat ne Geldverschwendung though…
Am 1. April 2005 um 13:51 Uhr
Nein, nicht ganz. Den Teufel mit “Lu” anzusprechen war cool *g*