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Slobodan und ich

Dominik Dominik sagt:

Des Römers Leid

Ich besitze zwölf paar Schuhe, das ist für einen deutschen Mann sicherlich überdurchschnittlich. Dass sich darunter auch Sandalen befinden ist das Werk meiner Mutter, die mich seit meinem deizehnten Lebensjahr dazu drängt, mir solche Sommerschuhe zu kaufen und unter dem mütterlichen Druck berstend hatte ich mich dann tatsächlich eines Tages dazu entschlossen. Mittlerweile bin ich bin ich ja auch keine dreizehn mehr und habe aufgemotzte Turnschuhe in Größe Kindersarg mit zentimeterdick gestopfter Polsterung nicht mehr nötig.

Trotzdem sah ich mich unlängst zur massiven Verteidigung meines Schuhwerks genötigt, als ich gegenüber einer Person weiblichen Geschlechts meine Sandalen erwähnte und ich dafür einen Blick kassierte, als hätte ich eine abnorme Sonderlichkeit eingestanden. Vielleicht habe ich sie gerade deshalb die vergangene Woche getragen, als Trotzreaktion auf weibliche Ignoranz und im Bewusstsein meiner wohlgeformter Füße.

So kam es dann, dass ich an der Bushaltestelle stand und feststellen musste, dass meine Transportmöglichkeit gen Feierabend schon abgefahren war. “Dann lauf ich eben”, gedacht, getan. Nach guten 60 Minuten strammen Marsches versuchte ich vergeblich, einen offenbar nicht vorhandenen Stein aus meiner Sandale zu entfernen, nach der doppelten Zeit sank ich mit letzer Kraft, den iPod zwischen den Zähnen um den Schmerz zu lindern, in den Wohnzimmersessel. Die “Steinchen” hatten sich in Blasen in Größe meiner Faust verwandelt und von Verse bis Ballen schmerzten meine Füße, als wollten sie niemals wieder berührt werden. Seither ist an nicht auch nur einen Schritt zu denken. Ich tänzel nun schon seit Tagen auf den Zehenspitzen, durch das Leben, was mir die Spott und Häme der Kollegen und Freunde einbringt. Gerade stand ich am Kaffeautomaten, einen doppelten Schwarzen ziehen, und verbrühte mir an dem minderwertigen Plastikbecher die rechte Hand. Vor Schmerz aufjaulend zog ich die Hand ruckartig zurück, worauf ich das Gleichgewicht verlor und von meinem Zehenspitzengang auf due Fußsohlen knallte. Gottseidank bremste die Stachelpalme im Flur meinen Fall ins Schmerzkoma. Morgen nehm ich den verdammten Bus. In Moonboots.

5 Reaktionen zu “Des Römers Leid”

  1. Franzi

    solang du sie nicht wieder mit socken anziehst…….
    *an ct ‘03 zurückdenk* *grins*

    aber trotzdem, mein herliches beileid *tätschel*

  2. Andreas

    sandalen sind schon was tolles. aber auch nur, wenn sie gut sind ;) und die sind leider meistens etwas teurer. Btw. DAS KENNZEICHEN für Programmierer: Sandalen mit weißen Socken. Dazu ein T-Shirt das man irgendwo geschenkt bekommen hat.

  3. jenny

    löl ich wollt auch grad schreiben, dass ich sandalen bei männern (flipflops auch wenns gescheite sind und ohne gummisohle)gar nicht schlecht finde,aber bitte NIE mit socken… *hm* moonboots dafür schon eher. ich hab mir heut auch blasen gelaufen. war mit meinen superschönen und eigentlich sehr bequemen mokassins in kölle und ja ich bin die domtreppe hochgewendelt

  4. Domik

    Zzzz, das Problem waren nicht die Socken, das Problem waren die fehlenden Alternativschuhe! Mangels Schuhwerk hatte ich damals genau ein Mal zu den Socken nicht hundert Prozent passende Schuhe an, nicht umgekehrt! Man wird es mir ewig vorhalten.

  5. gooh

    Oh mein Gott! Du hast tatsächlich Sandalen und Socken angezogen??! *gg* Aber aufm Ballermann warst du noch nicht oder ;)

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