Dominik Schwarz - grenzschicht.com

Dominik Schwarz: grenzschicht.com

Slobodan und ich

Dominik Dominik sagt:

Liebe Quelle,

gar schöne Dinge hast du mir ins Haus gebracht. Gut, die Hälfte davon in Form einer Waschmaschine hast du wieder mitgenommen., gut, dass die Badezimmertür zu klein ist, das hätte ich nun wirklich wissen können. Aber der Kühlschrank, meinen coolen Freund (Wortspiel, hast dus bemerkt?), den hast du mir gelassen.

Damit ich dich nicht vergesse, schickst du mir regelmäßig Post, liebe Quelle. Wir haben schließlich auch oft genug telefoniert. Lange Gespräche waren das, voller Leidenschaft und Verlangen. Und dann, kaum hatten wir uns so richtig liebgewonnen, verebbte der Kontakt. Aber, ich sagte es ja bereits, du schreibst mir regelmäßig. Nie lässt es es langweilig werden, jedes Mal denkst du dir eine neue Überraschung für mich aus! Mal sind es neue Angebote, Mal eine ganz tolle neue Kundenkarte. Der letzte Brief war ganz besonders schön, da hast du mir gleich sechs Geschenke gemacht: einen GANZEN Bogen Überweisungsformulare! Ehrlich, das war total toll.

Trotzdem hat das so einfach keinen Sinn mehr mit uns. Lange habe ich überlegt, was da zwischen und fehlt, denn obwohl ich mir in unserer Beziehung reich fühle, so ist es doch nicht ehrlich, wie gehabt weiterzumachen. Und gestern Nacht, als ich dann wie schon so oft wach lag und um dich weinte, liebe Quelle, da ist mir dann aufgegangen, was zwischen und fehlt: Eine Rechnung!

Bitte, nimm mein Geld und gehe. Ich kann es einfach nicht mehr ertragen, diesen Lug und Trug in den Augen meines Kontos, mein herz zerfliest. Also, such rasch zusammen, was dir gehört, und lebe wohl. Wir haben uns einfach auseinandergelebt.

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Mit Herz und Totenkopf durchs feindliche Leben
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Fernweh