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Slobodan und ich

Dominik Dominik sagt:

Mein Leben in der Disco oder warum ich beschloss, Eremit zu werden

Von all den Freaks, von all den Egomanen und Randalierern, von all Lärmern und seltsamen Käuzen unter den Nachbarn dieser Welt habe ich vermutlich die sonderbarsten Exemplare. ER hat ES schon wieder gemacht! Diesmal aber ging dem Warten auf den Lärm ein Dialog im Treppenhaus voraus:

Er (Zigarette im Mund, ebenfalls rauchenen Freund im Schlepptau): Ah, hallo!
Ich (Zorn im Herzen, Einkaufstüten im Schlepptau): Hallo.
Er (in runtergekommenen Klamotten legerem Look): Ey, was ich sagen wollte, bei mir wirds heute ein bisschen lauter, nä?
Ich (mit loriot’scher Verwunderung in der Stimme): Aha. Wie lange denn?
Er (mit Kumpelblick): Achs, so bis eins, zwei…
Ich (trocken): Ungern.
Er (verdutzt): …?
Ich (in Erinnerug an die Dudelsackklänge (!) die mich 7:45 am Samstag weckten):Es ist hier STÄNDIG laut! Heute morgen auch schon.
Er (mit Kumpelblick): Das war ich nicht! Ich kündige das wenigstens immer an, nä?
Ich (investigativ): Wer denn dann?
Er (zeigt mit Fingern auf eine andere Tür im Flur): Das war von da!
Ich (als akustisches Opfer): Nun, dennoch: ungern! Es ist hier ständig laut, von allen.
Er (mit Kumpelblick, gehend): Hehe, ja, das muss man akzeptieren. Aber ich kündige es wenigstens an, nä?
Ich (anklagend): Nein, muss man nicht.
Er (schon eine Treppe weiter, nicht mehr zuhörend): Hm, wie bitte?
Ich (anklagend): Nein, muss man nicht.
Er (vom Hauseingang hochrufend): Jo, also so eins, zwei, nä? Ich habs gesagt, nä?

Ich kann also mittlerweile folgende Faustformel ableiten:
Bei Ankündigung einer Party = absolute Stille
Erfolgt keine Ankündigung = Sodom und Gomorrha

Und so lebe ich in der Geräusch gewordenen Hölle aus Braveheartsound, Reaggae und 70erJahredisco. Aber die letzteren Punkte sind andere Geschichten.

3 Reaktionen zu “Mein Leben in der Disco oder warum ich beschloss, Eremit zu werden”

  1. Julia

    Du Armer, da kann ich dir wohl nur wünschen, dass du aus der Hölle bald rauskommst!

  2. Maike

    Nicht das dein Nachbar auf die letzten drei Monate anfängt, tote Katzen an deine Tür zu nageln!

  3. Carolin

    oder gar Suffleichen!

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Mit Herz und Totenkopf durchs feindliche Leben
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